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Entschleunigung Deluxe

Nach drei Wochen im Outback bin ich mit einer neuen Megamix-Best-Of-80s-&-90s-And-Everything-Else-Playlist unterm Arm sowie hunderten kleinen weißen Deko-Steinchen wieder zurück im Großstadtdschungel angekommen. Yippi-Ya-Yeah! Koffer auspacken, Füße hochlegen und den Jetlag erstmal hinter mich bringen. Wobei Jetlag sich nicht zwingend auf die drei Stunden Autofahrt bezieht. Nein, es geht eher um die Umstellung im Allgemeinen. Auf einmal heißt es wieder selbst einkaufen, Latte Macchiato-Becher auf der Straße ausweichen und bei “Rot“ ernsthaft an der Ampel stehenbleiben, also wirklich jetzt. Plötzlich prasseln wieder jede Menge Einflüsse auf einen nieder, die man in den letzten drei Wochen mal so gar nicht vermisst hatte.

Hier im Reha-Himmel steht direkt am Ortseingangsschildchen in großen Lettern „Ahrenshoop – Tempel der Entschleunigung“ oder so ähnlich. Hier wo die Möwe und der Hirsch sich gegenseitig zudecken und Gute-Nacht-Lieder vorsingen. Hier wo der Bus nur einmal in der Stunde fährt und der kleine Tante Emma Laden, wo es ausschließlich Eierlikör und Kippen zu kaufen gibt, pünktlich um 16 Uhr die Rollläden herunter lässt. Hier wo es anstelle von U-Bahnstationen nummerierte Strandaufgänge gibt. Hier wo das Wort Entschleunigung seinen Ursprung fand. Und genau hier wurde mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Straßen-Szene vom Film „Wie ein einziger Tag“ mit Ryan Gosling und Rachel McAdams gedreht. Weiterlesen →

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Morgens Fango, abends Tango!

Jeder der schon mal zur Rehabilitation (Reha) war, eine Kur angetreten ist oder einen Kindergarten besucht hat, weiß was jetzt kommt. Das ist nicht immer zwangsweise lustig… aber meistens schon.
Ich entschied mich bereits im vergangenen Jahr einen dreiwöchigen Reha-Aufenthalt bei der Deutschen Rentenversicherung zu buchen. Doch welch Überraschung – dieser wurde erst einmal abgelehnt, aus Gründen. Hm, ja genau. Diese sogenannten Gründe erschlossen sich mir nicht auf Anhieb, also legte ich Widerspruch ein und bekam beim zweiten Anlauf den Bescheid zur Teilnahme. Pfiffig wie ich war, hatte ich im Voraus schon mal im Netz nach Kliniken geschaut, die in Frage kommen würden und habe dies bei Antragstellung auch gleich mal vorgeschlagen. Voilá, los ging die Reise in die Klinik mit Ostseeblick. Whoop, Whoop – auf nach Ahrens(w)hoop! Das liegt direkt an der Ostsee, oberhalb von Rostock und ist ein wunderschönes Fleckchen Erde. Ich bin schockverliebt, unzwar ganz dolle.

Durchatmen und Kraft tanken in Ahrenshoop.

Durchatmen und Kraft tanken in Ahrenshoop.


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