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Hello Fitty!

Huch, soeben auf die Uhr geschaut und mit Schrecken festgestellt, dass ich noch gar kein frohes neues Jahr gewünscht habe. Dafür jetzte aber und höchst offiziell: Happy 2015, ihr Lieblingsmenschen! Ich freue mich sehr auf die nächsten 365 minus die bereits vergangenen Tage. Dieses Jahr wird die Kuh fliegen oder um es in den Worten der BVG zu sagen: In diesem Jahr wird der Style mal so richtig hochgefahren.

Quelle: Facebook / BVG

Quelle: Facebook / BVG

Apropos Style hochfahren. In den vergangenen Tagen habe ich mich ausgiebig und explizit dem Thema Body Style gewidmet. Nein, ich meine damit nicht eben jenen, den man im HTML-Quelltext verwendet. Ich meine das Körperstyling im Fitty. Bislang habe ich in 2015 mehr Zeit im Fitness-Center bei mir um die Ecke verbracht, als an meinem elektronischen Schreibgerät daheim. Dies erklärt dann wohl auch den verspäteten Neujahrsgruß. Doch lieber spät als nie. Wie auch immer, die Neujahrsvorsätze halten an und ich platze gerade vor Energie. Heidewitzka, wo soll mich dieser Bewegungsdrang noch hinführen? Vielleicht ja zum allerersten Marathonlauf in der Schmidtschen Geschichte ever, ever, ever? Nichts Genaues weiß man nicht. Aber ja, ich habe mich vor kurzem tatsächlich getraut, meinen Body auf das von mir bislang gefürchtetes Gerät zu begeben, was das Sportstudio so beherbergt: das Laufband!

Reichte meine Lauf-Performance bislang nur für das betreute Joggen am Crosstrainer, wollte ich das nächste Level diesmal mit dem Highspeed-Flitzer einläuten. Doch das war leichter gesagt als getan. Nicht nur weil kürzlich meine Arbeitskollegin von einem fiesen ich-bin-da-neulich-irgendwie-hängen-geblieben-Unfall erzählte, sondern weil es schon ne andere Nummer ist, aus eigener Kraft und ohne Anschnallgurt zu laufen. Die süßen Crosstrainer, auf denen ich bislang meine Schenkel im Bewegungsmodus formte konnten da getrost einpacken. Ich war bereit für den Endboss. Next Level. Und so begab es sich, dass die Neugier und der Ehrgeiz mich überstimmten und ich mich Dank Beyonce im Ohr und Shakira in der Hüfte plötzlich auf dem Porsche der Fortbewegungsunterhaltung wagte und den ‚Start-Knopf‘ betätigte. Laufen aus eigener Kraft und in schnell. Lets go!

sportsportsport

Quick Start. Ok, dann mal los! Stufe 5 -> easy going. Stufe 6 -> is’ schon etwas flotter. Stufe 7 -> ich beweg mich dann mal langsam. Stufe 8 -> hui, ich laufe. Stufe 9 -> ich laufe wirklich. Mittlerweile kreischt Britney in mein Ohr und auf dem funky Display vor mir läuft eine neue Folge Desperate Housewives. Samstag Nachmittag, 90s Popsongs auf dem Kopfhörer, eine US-amerikanische Dramedy-Serie auf dem Flatscreen, die Spange im Haar und das Shirt der Lieblingsband am Leib. Ding, Ding, Ding. Alle Mädchen-Klischees erfüllt. Herrlich! Fehlt nur noch der eisgekühlte Prosetscho in der Trinkflasche. So schlimm ist es dann aber doch nicht.

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Hüpf, Hüpf, Hurray!

Zuallererst einmal möchte ich mich bei allen Henrys dieser Welt und deren Mütter für die, sagen wir mal, ausdrucksstarke Bezeichnung dieses Blogs entschuldigen. Ich persönlich kenne keinen einzigen Henry, was wahrscheinlich auch der Grund sein mag, weshalb ich mich ausgerechnet für eben diesen entschied. Auserwählt von meinem Unterbewusstsein. Vor exakt sechs Monaten. Ende Mai wurde bei einer Routineuntersuchung ein Tumor unter meinem linken Brustbein festgestellt. „Non-Hodgkin Lymphom – 11 x 9 cm – so groß wie ein Handball.“ sagte mein Arzt und zeigte mir die CT-Aufnahmen. Peng!

Mit diesen Worten startete ich vor exakt einem Jahr diesen Blog. Vor haargenau 12 Monaten entschloss ich mich dazu, diese Zeilen zu veröffentlichen. Meine Gedanken. Meine Ängste. Meine Erfahrungen. Mein Leben mit Henry. Dieser Jahresrückblick gilt nicht nur der Zahl 2014. Dieser Rückblick gilt einer neuen Zeitrechnung. Der nach Henry. Und somit feiern wir nicht nur einen neuen Jahresbeginn, wir feiern ein Jahr Chemofrei. Ein Jahr ohne Medikamente, Bestrahlung, Stammzelltransplantation. 365 Tage ohne Komplikationen, whoohoo! Am 9. Mai diesen Jahres erhielt ich die Nachricht aller Nachrichten. Henry ist nicht mehr aktiv. Es ist geschafft! Am 9. Mai 2015 werde ich demnach meinen ersten 2ten Geburtstag feiern. Doch bis dahin begrüße ich das neue Jahr mit jeder Menge Konfetti und einem „Hüpf, Hüpf, Hurray!“.

2015

Im Oktober 2013 bekam ich meine sechste und somit letzte Chemotherapie verabreicht. Damals ging es mir sehr schlecht und ein normales Leben war zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht vorstellbar. Heute, ein Jahr später, erinnern drei Narben an meine bis dato schwierigste Zeit. Drei Narben, meine Damen und Herren – sonst nix! Es geht mir tippitoppigaloppi, 1A, erste Sahne! Schaue ich heute in den Spiegel, kann ich es manchmal kaum glauben, was in den vergangenen Monaten geschehen ist. Die äußerlichen Spuren sind verblasst. Meinen Haaren auf dem Kopf gebe ich mittlerweile den liebevollen Kosenamen Frisur. Letztes Jahr schenkte mir meine liebe Freundin Mandy eine Perücke zu Weihnachten und meine Eltern verbrachten die Feiertage bei mir in Berlin. An reisen war zu diesem Zeitpunkt gar nicht zu denken. Und in diesem Jahr? Ist alles anders. Ich bin in der Zwischenzeit dreimal geflogen, war am Meer, habe den witzigsten Kindergarten für Erwachsene besucht, habe das Projekt FONRY ins Leben gerufen, Supporte mit dem Fuckoffhenry-T-Shirt-Verkauf die DKMS Life, war beim Friseur und setzte kürzlich wieder meine Perücke auf. Diesmal aber als sexy Seiltänzerin verkleidet (ich hab’s zumindest probiert) für die diesjährige Agentur-Weihnachtsfeier. Ja, genau ich habe seit Oktober wieder einen Job. Mit allem drum und dran.

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Shave The Date – Shave Today!

Was heutzutage als modisches Style-Accessoire in jeglichen Formen und Ausführungen im gut sortierten Online-Shop erhältlich ist, erlangte in den 80er Jahren seinen medialen Durchbruch, als Schnurri-Legende und Godfather of MO Thomas Magnum aka Tom Sellek als Privatdetektiv in Hawaiihemd und mit Hosentaschen-Kamm bewaffnet die Frauenherzen höher schlagen ließ. Ladies and Gentleman – der MOUSTACHE.

2003 tauchte das Symbol der Männlichkeit in Australien wieder verstärkt auf und schmückt seither in jedem elften Monat des Jahres weltweit das Gesicht eines jeden Mannes. In diesem Jahr startet die Kampagne Movember auch wieder hierzulande und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Doch was genau steckt dahinter?

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Foto: via Facebook / Movember Germany

Im sogenannten Movember wird der Moustache eingesetzt, um auf das Thema Prostata- und Hodenkrebs aufmerksam zu machen und Spenden für die Aufklärung sowie Erforschung der Krankheit zu generieren. Jeder Mo Bro (männliche Teilnehmer) rasiert sich am 1. November und zieht im Gesicht komplett blank. Danach hat er den gesamten Movember Zeit, sich einen Schnurrbart wachsen zu lassen. Weiterlesen →